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Das Besondere aus Afrika - Feinkost-Spezialitäten "Jambo Africa"

Küche und kulturelles Umfeld

JAMBO AFRICA - das heißt "Hallo Afrika" und ist so etwas wie ein universeller Gruß auf Suaheli. Mit diesem Gruß wollen wir – die RILA – den afrikanischen Kontinent in unserem Länder-Feinkost-Programm willkommen heißen.

Ein schier unmögliches Unterfangen, die Küchen dieses gewaltigen Kontinents in all ihrer Vielfalt auf ein überschaubares afrikanisches Sortiment zu reduzieren. Aber immerhin ein Anfang mit Produkten, die diese Vielfalt widerspiegeln und mit denen wir einen – zunächst kleinen – Zipfel afrikanischer Lebens- und Esskultur nach Deutschland bringen.

Wie jedes Länder-Feinkost-Sortiment ist auch JAMBO AFRICA am Anfang einer zarten Pflanze vergleichbar. Dank unserer intensiven Weiterentwicklung und Ihrer Aufgeschlossenheit als Verbraucher wird es wachsen und seinen ihm gebührenden Platz unter den Feinkost-Spezialitäten der Länder und Kontinente einnehmen.

Afrika, der schwarze Kontinent, gewinnt mehr und mehr das Interesse der Menschen in Europa. Und das nicht in negativem Sinne. Die positiven Seiten gewinnen an Bedeutung: die Schönheit der so unterschiedlichen afrikanischen Landschaften, die unvorstellbare Vielfalt in Flora und Fauna, die Menschen, ihre Schicksale und Kultur. Es lockt die Fremde: Afrika lädt ein zum Kennenlernen. Immer mehr Europäer bereisen den Kontinent und verkünden bei ihrer Rückkehr: "Es war großartig. Wir haben so viel gesehen und erlebt." Das schließt persönliche Kontakte zu den Menschen, ihren Küchen und ihrer Esskultur mit ein. Und die kann durchaus kulinarisch sein. Eine lange Geschichte hat sie allemal.

Inzwischen gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass der Beginn der menschlichen Evolution in Afrika zu finden ist. Und viele archäologische Funde zeigen, wie die Nahrung dieser frühen Menschen ausgesehen hat.

Nun haben gerade die Länder Afrikas eine sehr turbulente, von unvorstellbarem Leid geprägte Geschichte. Wechselnde Kolonialherren, europäische Siedler, Sklaven aus dem asiatischen Raum, eingewanderte Kriegsflüchtlinge: Alle diese Menschen brachten Lebens- und Essgewohnheiten, ihre heimischen Küchen nach Afrika. Eine "afrikanische Küche" gibt es nicht. Überall kocht man anders, ist die traditionelle Esskultur von fremden Einflüssen überlagert. Aber gerade das macht auch ihren Reiz und ihre Fülle aus.

Die nordafrikanische Küche mit ihren arabischen Elementen hat bereits unter der Marke "Al Amier" ihren festen Platz im RILA-Länder-Portfolio eingenommen, bleiben Ostafrika, West- und Zentralafrika sowie das südliche Afrika zu entdecken.

Der schwarzafrikanischen Esskultur ist eines gemeinsam: Eine Menüfolge mit Vorspeise, Suppe, Hauptgericht und Dessert kennt man nicht. Auch Salate sind nicht üblich. Die Produkte werden gegart, Rohkost gilt eher als Futter für das Vieh. Auch Früchte werden wenig gegessen. Die Frauen verarbeiten sie zu Marmeladen, Gelees, Pickles und Chutneys. Üblich sind zwei Mahlzeiten, eine am Vormittag und eine am Abend. Eigenständige Fleischgerichte sind eher unbekannt; das Fleisch wird in die Speisen eingearbeitet, zum Beispiel in Eintöpfe und Ragouts. Zu unterscheiden sind zwei Gruppen:

1. Hauptspeise plus Ragout

2. Brot plus Fülle

Die zweite Kategorie wird in Äthiopien und den Ländern des östlichen und südlichen Afrika bevorzugt. Brot bildet die Basis, dazu gibt es Suppe oder eine würzige Sauce. Äthiopien hat sich eine weitgehend eigenständige Esskultur bewahrt. Hier wird das Injera, ein flaches, pfannkuchenartiges Brot aus Teff-Mehl, einer speziell hier angebauten Hirseart, gebacken. In Ost- und Südafrika hingegen isst man das indische Chapati aus Weizenmehl, das vorgebacken und auch als Backmischung in unserem Indien-Sortiment "Sabita" enthalten ist. Das ist eines der vielen Beispiele, in welchem Maße die Küchen Asiens durch die Sklaven aus Indonesien, Malaysia und Indien Einfluss auf die Essgewohnheiten im östlichen und südlichen Afrika genommen haben.

Welche Beigaben zum Brot gereicht werden, hängt von der wirtschaftlichen Situation einer Familie ab oder was gerade erhältlich ist.

Die andere Hauptspeise und allgemeines Grundnahrungsmittel ist der Brei aus Getreide oder gestampften Knollenfrüchten. Ugali heißt er bei den Massai und wird aus Mais- oder Weizenmehl, aber auch aus anderen Getreidearten in unterschiedlichster Weise zubereitet. Im südlichen Afrika ist es Mealie Meal, ein Brei aus weißem Maismehl; in Westafrika Fufu, ein Brei aus gestampften Knollenfrüchten verschiedenster Art, der sehr arbeitsaufwendig herzustellen ist. Die Reihe ließe sich beliebig fortführen. Auch zum Brei werden Ragouts oder Saucen gereicht, die ihren Nährwert aus Nüssen, Hülsenfrüchten, Kernen, Kräutern und Gewürzen beziehen.

Die Kochkunst geht von den Müttern an die Töchter weiter, und gekocht wird immer reichlich, also mehr als für die eigene Familie. Es könnte ja ein Gast hereinschauen, den es zu bewirten gilt. Das bedeutet Glück.

Im nördlichen Teil West- und Zentralafrikas gleicht die Küche durch die gemeinsame arabische Kultur der nordafrikanischen. Sie ist außerdem stark europäisch beeinflusst. In Mosambik und Angola waren es die Portugiesen, Inder und Araber, in Südafrika die Briten und Holländer, Malaien, Indonesier und Inder, die großen Einfluss auf die Esskultur genommen haben. Trotzdem gibt es viele Traditionen, die sich bewahrt haben.

So ist Mealie Meal, der steife weiße Maisbrei, immer noch das Grundnahrungsmittel der schwarzen Bevölkerung Südafrikas. Hinzu kommt eine Gemüsebeilage, wobei die Kartoffel als Gemüse gilt und die wichtigste ist, und Fleisch (Rind, Huhn, Schaf oder Schwein) oder weiteres Gemüse als Fleischersatz. Der krönende Abschluss ist die Sauce, der Stolz jeder Hausfrau.

Von der schwarzafrikanischen Nahrung Südafrikas sehr verschieden sind die folgenden Gerichte – um nur einige zu nennen - , die besonders stark den Einfluss Südostasiens zeigen:

Sosaties = Fleischspießchen

Bobotie = Lamm-Curry-Auflauf

Bredie = Eintopf

Bekannt ist die "Kap-malaiische Küche" mit so speziellen Gewürzen und Beilagen

wie Atjar (ein Chutney mit ganzen Fruchtstückchen), Garam Masala (Gewürzmischung) und Sambals; alles Produkte, die auch im RILA Indien-Sortiment "Sabita" zu finden sind oder im Fernost-Sortiment "Lien Ying".

Generell spielt Peri Peri (bei uns besser bekannt unter der Bezeichnung Piri Piri), die kleine scharfe Chilischote, gemahlen oder als Öl beim Würzen eine große Rolle.

Ganz anders stellt sich die sogenannte "Burenküche" dar. Besonders wichtig ist das Braaivleis, das Grillfleisch, und natürlich gehören die Saucen und Beilagen dazu und Boerewoers, die geringelte Bratwurst. Braais sind Grillveranstaltungen unter freiem Himmel, vergleichbar den Barbecues, und sehr beliebt.

Die frischesten Fischgerichte, Hummer und Austern gibt es bei den Portugiesen am Kap. Fisch wird bevorzugt mit Zitronen- oder Knoblauchbutter serviert, als Beilage Gemüse und Folienkartoffeln.

Insgesamt gesehen ist die häusliche Küche interessanter. Sie ist vielseitig und abwechslungsreich. Hier entwickelte sich eine eigenständige Esskultur, die sich von der europäischen sehr unterscheidet.

Das RILA-Sortiment JAMBO AFRICA bringt mit den beliebtesten Würzsaucen, Gewürz- und Kräutermischungen, fruchtigen und pikanten Aufstrichen, Relishes, Atchars (auch Atjar genannt) und Chutneys eine exklusive Auswahl original afrikanischer Feinkost auf den deutschen Markt.

Besonders erwähnenswert sind zwei Rooibos-Produkte, einmal Namaqua Rooibos Syrup als aromatisches Süßungsmittel und San Rooibos Spread, ein süßer Aufstrich mit dem angenehmen Geschmack des Rotbuschtees. Rooibos-Tee besteht aus den jungen Trieben des Rotbuschstrauches und hat seit vielen Jahren seinen festen Platz in den Tee-Regalen des Handels. Er ist aromatisch, gilt als ausgezeichneter Durstlöscher und hat eine beruhigende Wirkung. Diese Eigenschaften haben uns bewogen, Rooibos Syrup und Rooibos Spread gleich zu Beginn in das JAMBO AFRICA-Sortiment mit aufzunehmen.

Um alle Produkte ranken sich Geschichten und Überlieferungen, die in der individuellen Ausstattung wiederzufinden sind.

Afrika, der schwarze Kontinent, lockt – auch kulinarisch.